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Donald Trumps Wahlsieg 2016 scheuchte die lateinamerikanischen Eliten ganz schön auf. Alle rechneten fest mit Hillary Clinton und verbesserten Absatzchancen in den USA. Und nun ein Protektionist im Weißen Haus.

Nach 1000 Tagen ziehen wir Bilanz der Trumpschen Politik gegenüber Lateinamerika:

– Stimmt es wirklich, wie häufig behauptet, dass Trump die Länder südlich des Rio Grande nicht interessieren?

– Bedeutet der Sub-Kontinent für die US-Außenpolitik nicht doch mehr als eine Ansammlung von „Dreckslöchern, Drogen-Kriminellen, Handelsprofiteuren, Kommunisten und Migranten“, wie die tweets des Präsidenten nahelegen?

– welche Länder der Region interessieren Trump wirklich und aus welchen Gründen?

– Was bedeutet das Interesse bzw. Desinteresse Washingtons für die betroffenen Länder?

– Wie wirken sich die jüngsten Wahlergebnisse auf die hemisphärischen Beziehungen aus? Hat sich der Rechtstrend der letzten Jahre fortgesetzt?

Zusätzliche Fragen und Tendenzen

Trump ist allen Unkenrufen zum Trotz immer noch Präsident und bald vielleicht sogar in 2. Amtszeit. Seine Politik hatte dazu geführt, dass die USA im internationalen Machtgefüge weiter an Einfluss gegenüber China verloren. Ist der „US-Imperialismus“ bald am Ende? Aus der Perspektive Cubas oder Venezuelas sicher nicht.

In zahlreichen Ländern – Chile, Ecuador, Kolumbien, Haiti etc. – gibt es derzeit nachgerade Volksaufstände, z. T. gedeutet als Bewegungen gegen den Neoliberalismus. Naht nun dessen Ende?

Einer steht felsenfest zu Trump: Bolsonaro, der Trump der Tropen. Eines seiner Ziele ist die rücksichtslose Ausbeutung Amazoniens, wofür er angeblich die USA als Schutzmacht gewinnen konnte. Bolsonaro wird gestützt durch das Agrobusiness, das Militär und die Evangelikalen. Doch brechen immer mehr Widersprüche im Bolsonaro-Regime auf. Wie lange noch geht der Krug zum Brunnen?

Die Internationale der Rechtsradikalen ist zweifellos auf dem Vormarsch. Der Wahlsieg von AMLO 2018 in Mexiko und der Peronisten 2019 konterkarierte indessen den „Rechtstrend“ in Lateinamerika. Nicht zu vergessen die feministischen Bewegungen und den indigenen Widerstand. Schlägt das Pendel bereits in die andere Richtung aus?

Quo vadis Lateinamerika?

Ihre Teilnahme haben signalisiert:  Klaus Bodemer, Urs Müller-Plantenberg, Luiz Ramalho, Clarita Müller-Plantenberg, Flavio Wolf de Aguiar, Erich Süßdorf, Werner Kamppeter, Alberto Koschützke, Achim Wachendorfer, Moira Zuazo, u.a.m. Moderation: Werner Würtele

Eintritt frei. Einlass zwischen 18 Uhr 30 und 19 Uhr.

Bitte anmeldung@lateinamerikaforum-berlin.de

Ort: Bismarckstr. 101, 5. Etage bei SEKIS,  10625 Berlin, Eingang Weimarer Str.!
Verkehr:  U2 Deutsche Oper

Foto: Werner Würtele, Wandgemälde von Diego Rivera in Detroit

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