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Brasilianische Wasserkraft (auch) für deutsche Schnitzel. Film „Belo Monte – After the Flood“ und Diskussion

5. Oktober, 19:00-20:30

Folgen der Staudämme am Xingú und Tapajós (Amazonien) für die lokalen Gemeinschaften und die Natur. Mit Christian Russau

Der Dokumentarfilm „Belo Monte – After the Flood“ des Regisseurs Todd Southgate (BRA 2017, 51 Min. OF Engl.) ist Ausgangspunkt unserer Veranstaltung.

„Der Kampf gegen den Bau des weltweit drittgrößten Wasserkraftwerks im Herzen des brasilianischen Amazonas ist verloren. Der Damm wurde trotz allen Widerstands gebaut, ein Wald geflutet und die Stromproduktion beginnt. Die Anwohner*innen am Fluss und in der Stadt Altamira, die Kleinbauern und Indigenen stehen nun vor den Scherben zerstörter Umwelt und erodierender Sozialstruktur. Und deutsche Turbinenlieferanten wie Siemens/Voith und Rückversicherer wie die Münchener Rück weisen noch immer jede Kritik an ihren Staudammgeschäften zurück.“ Der Film beleuchtet die aktuelle Situation.

In der auf den Film folgenden Diskussion erweitern wir den Blick über Belo Monte hinaus auf die Staudammproblematik in Brasilien insgesamt – und fragen, was dieselbe mit dem Schnitzel (https://www.gegenstroemung.org/web/blog/staudamm-schiene-schnitzel/) auf unserem Tisch zu tun hat. Eine Antwort weiß der Journalist Christian Russau.

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Von gigantischem Ausmaß: Selten war der brasilianische Amazonas-Regenwald und die dort lebende Bevölkerung so bedroht wie heute. Die Regierung des De-facto-Präsidenten Temer will die Renca Reserve, ein Gebiet von der Größe Dänemarks, für die wirtschaftliche Nutzung sprich Ausbeutung der Bodenschätze freigeben. Nur vorläufig wurde dieses Ansinnen durch gerichtlichen Beschluss ausgesetzt.

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Aufruf von COICA Carta COICA a aliados movilizacion 22 septiembre

lema portugues

Der Dachverband der indigenen Organisationen Amazoniens, die COICA, ruft für den 22. September 2017 zu einem Tag der internationalen Solidarität mit dem indigenen Widerstand gegen die Zerstörung Amazoniens unter dem Titel „Amazonía viva, humanidad segura“ auf. Plataforma COICA Lucha amazónica 22 set 2017(1)
Die indigenen Organisationen freuen sich über schriftliche oder Video-Statements zu ihrer Unterstützung. Ihr könnt dies zum Beispiel mit einer allgemeinen Erklärung oder speziell zu dem regionalen oder Themengebiet (Bergbau, Palmöl, illegaler Holzeinschlag, MR usw.), zu dem Ihr arbeitet, an die Regierungen des/der jeweiligen Amazonasstaates, aber auch gegenüber deutschen (Regierungs- und anderen)Institutionen machen und die COICA (bzw. ihre Regionalverbände) unter coica@coica.org.ec anschreiben.
Wir hoffen auf eine möglichst große Zahl an Solidaritätserklärungen, Unterstützungsschreiben, Videos usw., um ein deutliches Zeichen zugunsten der Forderungen nach dem Erhalt der indigenen Territorien und den Schutz indigener Rechte zu setzen.

Wer Fragen hat, kann sich an coica@coica.org.ec, in cc Monaya González, moniska118@gmail.com, wenden.
Detaillierte Infos in spanischer Sprache zu den Möglichkeiten der Teilnahme auch auf der website des peruanischen Mitgliedsverbandes der COICA, AIDESEP: www.aidesep.org.pe/como-puedes-sumarte-a-la-movilizacion-amazonica-del-22-de-septiembre/

 

 

 

 

Details

Datum:
5. Oktober
Zeit:
19:00-20:30
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Lateinamerika-Forum Berlin
Bismarckstr. 101
Berlin, 10625
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