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Von Träumen, Projektionen und beruflichen Karrieren – was wir wollten, was aus uns wurde.


Viel war in diesem Jubiläumsjahr 2018 bereits über die sog. 68er Bewegung zu lesen und zu sehen. Die besondere Beziehung der deutschen Studentenbewegung zu Lateinamerika wurde dabei weniger durchleuchtet. Das versuchen wir an „Einzelschicksalen“ nachzuholen. Zeitzeugen sollen mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen.

Die 60er – das war die Zeit der afrikanischen Unabhängigkeits- und Befreiungskriege, Kubanischen Revolution, des Prager Frühlings, Vietnam-Kriegs.  Studierende rebellierten in allen Großstädten dieser Welt gegen überkommene Traditionen und autoritäre Herrschaftsstrukturen, einschliesslich machistischen. Als Studierende 1968 in Brasilien auf die Straße gungen, schlug die Militärdiktatur brutal zu. Schlimmer noch in Mexiko-Stadt, wo kurz vor den olympischen Spielen rund 300 friedlich demonstrierende Student*innen im Stadtteil Tlatelolco niedergeschossen wurden.

Das waren die Ausgangspunkte für uns – die westdeutsche/berliner Solidaritätsbewegung. In den 70er Jahren wurden unsere Hoffnungen, die sich auf die Unidad Popular Allendes gerichtet hatten, durch die überall sich ausbreitenden Militärdiktaturen blutig zerstört. Bis dann die Sandinistische Revolution wieder ein positives Zeichen setzte. Doch Nicaragua heute: da läuft vielen von uns ein kalter Schauer über den Rücken…

Wie konnte es dazu kommen? Was ist aus unseren Träumen geworden? Waren das alles nur Projektionen?

Die Rechte ist heute ungebremst auf dem Vormarsch, in den USA, Europa, Lateinamerika. Apologeten der Militärdiktaturen gewinnen Wahlen, siehe Brasilien. Heute brauchen wir eine neue Solidaritätsbewegung. Wie könnte diese aussehen? Wer könnte sie tragen?

Eine besondere Einladung ging an die früheren Mitglieder der „Gesellschaft für entwicklungspolitische Bildung“ (GEB), die exemplarisch das Thema des Abends verkörpern.

Empfehlungen:

Der erste Teil des neuen Filmprojekts von Gaby Weber – AUF DER SUCHE NACH DER VERSCHWUNDENEN DRITTEN WELT – ist jetzt bei Youtube zu sehen: https://youtu.be/B9xookJFl3w

Dorothee Weitbrecht, Aufbruch in die Dritte Welt, Göttingen 2012.

 

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