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Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Klaus Bodemer (GIGA Hamburg), Zirahuén Villamar (Economista de México) und Dr. Thomas Fatheuer (KOBRA)

Lateinamerika erlebt im laufenden Jahr einen der spannendsten Wahl-Marathons seit Jahrzehnten.

Noch nie war so wenig vorhersehbar, wer am Jahresende regieren wird. In nicht weniger als sechs Ländern werden 2018 – zwei Drittel der rund  640 MiIlionen Lateinamerikaner/innen – zu den Urnen gerufen und in Kuba geht eine Ära zu Ende:

Costa Rica: 4. Februar/1. April                 Paraguay: 22. April
Kuba: 19. April  – Ende einer Ära             Kolumbien: 27. Mai
Mexiko: 1. Juli                                           Brasilien: 7. Oktober
Venezuela Ende April?

Die Wahlen 2018 finden statt in einem Kontext mäßigen Wachstums, zunehmender autoritärer Tendenzen, endemischer Korruption, abnehmender Unterstützung für die Demokratie und politischer Resignation eines Großteils der lateinamerikanischen Bevölkerung. Angesichts einer solchen Gemengelage haben quereinsteigende Präsidentschaftskandidaten plötzlich größte Chancen. Donald Trump lässt grüßen.

Ausgehend von einer kurzen Lagebeschreibung in den genannten Ländern wollen wir die Profile und Wahlchancen der konkurrierenden Parteien und Kandidaten diskutieren.

Welche Wahlergebnisse zeichnen sich bereits jetzt ab? Was könnten diese für die zukünftige demokratische Entwicklung in der Region bedeuten?

  • Costa Rica: wird es erstmals ein Evangelikaler schaffen, Präsident zu werden?
  • Paraguay: kann der Sieg des Kandidaten der rechten Colorado-Partei noch aufgehalten werden?
  • Venezuela: welche Chancen hat die Opposition bei den nun vorgezogenen Wahlen? Wird sie überhaupt teilnehmen?
  • Kuba: was könnte sich mit dem Nachfolger von Raúl Castro ändern?
  • Kolumbien: wird ein Sieg der Rechten das Ende des Friedensprozesses einläuten?
  • Mexiko: gewinnt die PRI diesmal mit einem Parteilosen? Wird die Kandidatin der Indigenen einen Achtungserfolg erringen?
  • Brasilen: was würde der Auschluss des Kandidaten mit den meisten Chancen für die Zukunft des Landes bedeuten?

Eine besondere Note erhält der Abend durch die vorgezogenen Wahlen in Venezuela und die Bestätigung/Erweiterung der Haftstrafe für Lula. Bei der Veranstaltung werden wir auch kurz auf den Wahlausgang in Chile und Honduras zurückblicken.

Die Veranstaltung wird finanziell von der Stiftung Umverteilen! unterstützt.

Hinweis passend zu den Wahlen in Brasilien im Oktober: im Rahmen der Berlinale läuft am 21.02.2018, 18:30 der Film O Processo (Panorama) DOK Maria Austa Ramos, 137`Portug/Engl, Cinestar 7, über die Amtsenthebung der Präsidentin Dilma Rousseff.
In diesem Zusammenhang weitergeleitet ein Aufruf von SOS LULA/BERLIM-CONTRA-O-GOLPE zur Wahrung bzw. Wiederherstellung rechtsstaatlicher und demokratischer Prinzipien in Brasilien, „Grande manifestação em apoio ao Lula“ https://www.facebook.com/events/145916772762661/ und:  https://soslula.org

Lesen Sie hier eine Nachlese zu der Veranstaltung. Mehr …

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