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In Kooperation mit dem Ibero-Amerikanischen Institut PK

Vorwürfe gegen deutsche Unternehmen wegen Zusammenarbeit mit früheren Diktaturen sind nicht neu. Neu ist, dass das, was seither eher vom Hören-Sagen bekannt war, jetzt durch Wahrheitskommissionen und Öffnung der Archive belegt wird. So im Falle Brasiliens.

VW do Brasil galt lange als Musterbetrieb. Der jüngst ausgestrahlte ARD-Dokumentarfilm „Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur“ kratzt an diesem Image: VW habe sich an der Verletzung von Menschenrechten beteiligt.

Das Unternehmen selbst ist um eine Aufarbeitung seiner Geschichte – nach der NS-Zeit nun zu Brasilien – bemüht, „mit gebotener Nachhaltigkeit und Konsequenz“. Ein Gutachter – Prof. Dr. Kopper – wurde beauftragt, sein Bericht soll am 14.12.2017 veröffentlicht werden.

  • Welche Verstrickungen mit der Diktatur erwiesen sich als haltlos, welche nicht?
  • Was wußte Wolfsburg von den Menschenrechtsverletzungen in Brasilien?
  • Welche Forderungen erheben die Betroffenen?
  • Welche Konsequenzen zieht VW aus dem Bericht, staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und Erkenntnissen der Wahrheitskommissionen?
  • Blick über VW do Brasil hinaus: was weiss man über die Zusammenarbeit anderer Unternehmen mit den Organen der Repression?
  • Und heute: Wie positionieren sich Unternehmen wie VW zu einer menschenrechtlichen Regulierung der globalen Wirtschaft?

Ablauf:

18 Uhr: ARD-Dokumentarfilm „Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur“

19 Uhr: Podium mit Stefanie Dodt (Journalistin), Prof. Dr. Christopher Kopper (Gutachter), Dieter Landenberger (Leiter Historische Kommunikation, Volkswagen Aktiengesellschaft), Sarah Lincoln (Menschenrechtsreferetin bei Brot für die Welt).
Zeitzeugen: Prof. Dr. Flavio Wolf de Aguiar (Buchautor, Journalist), Dr. Werner Würtele (LAF) u.a.m..
Moderation: Dr. Luiz Ramalho.

Beitragsfoto: ©W. Würtele, Kulturpark Inhotim/MG

Ort: Ibero-Amerikanisches Institut PK, Simon Bolivar Saal, Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin

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