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Die Solidaritätsbewegung hierzulande ist wieder einmal gespalten. Während der eine Teil überaus skeptisch gen Venezuela blickt, hält der andere – nicht zuletzt erinnernd an die schmerzliche US-amerikanisch-lateinamerikanischen Geschichte – an einer „unverbrüchlichen Solidarität“ mit Präsident Maduro fest. Manche Lateinamerika-Engagierte wissen nicht, wie sie die aktuellen Vorkommnisse in Venezuela beurteilen sollen. Ist ein Dialog zwischen den verfeindeten Lagern noch möglich?

Wir haben viele Fragen:

  • Was der heutigen Situation läßt sich aus der Geschichte Venezuelas erklären?
    Weist Venezuela derzeit eine annähernd vergleichbare Situation wie Chile 1973 oder Brasilien1964 auf, wo die USA  mehr oder weniger direkt intervenierten?
  • Welchen Akteuren kommt mit welchen Interessen, Machtressourcen und Strategien eine Schlüsselstellung zu? Welche Rolle spielt das Militär? Und Kuba?
  • Aus welchen Kräften setzt sich die Opposition zusammen?
  • Warum haben frühere Chavistas Maduro den Rücken gekehrt und warum haben bereits Millionen Venezula verlassen? Was bedeutet dies für das Land? Wie ist die Versorgungslage einzuschätzen?
  • Werden wir von unseren Medien objektiv informiert?
  • Welche internen Wirkungen haben Trumps Drohungen gegen Venezuela? Wie positionieren sich Nachbarländer, die EU, Russland, China etc.?

In einem zweiten Teil wenden wir uns Szenarien zur Konfliktlösung zu: welche sind denkbar, welche realistisch? Gibt es noch Aussicht auf eine Verhandlungslösung? Kann von außen ein Beitrag zur Lösung kommen? Von welchem Land, welcher Instanz, wenn noch nicht einmal der Papst ….
Wo sind die Grenzen internationaler Solidarität? Geht Solidarität immer vor Menschenrechten?

Antworten auf diese Fragen suchen mit Ihnen Prof. Dr. Klaus Bodemer, Prof. Asociado del GIGA Institut für Lateinamerika-Studien Hamburg, Dr. Edgar Göll, Cuba Sí, Prof. Dr. Günther Maihold, stv. Direktor Stiftung Wissenschaft und Politik und Prof. Dr. Nikolaus Werz, Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock. Moderation Dr. Werner Würtele (LAF Berlin)

Wahrscheinlich werden wir zum Ende des Abends noch lange nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet haben …

Foto: Werner Würtele, Hugo Chavez in Managua

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