Wer wir sind. Wofür wir stehen.

Berlin ist ein Knotenpunkt der europäisch-lateinamerikanischen Kooperation. Immer mehr Menschen aus Lateinamerika machen Berlin zu ihrem Wohnsitz. Heute leben mehr als 13.500 Lateinamerikaner*innen in unserer Stadt. Zudem gibt es in Berlin eine große Zahl an Deutschen, die sich für Lateinamerika und die Karibik interessieren, sich für die Umsetzung der Menschenrechte und der globalen Nachhaltigkeitsziele dort wie hier engagieren.

Fotos: W. Würtele

Das Lateinamerika-Forum Berlin/Foro de las Américas Berlin e.V., wurde im Jahre 1992 gegründet. Es versteht sich als überparteilicher, eingetragener gemeinnütziger Verein, der von einem bis zu siebenköpfigen Präsidium geleitet wird. An der Organisation der Veranstaltungen beteiligt sich zudem eine stattliche Zahl an engagierten Ehrenamtlichen, die allesamt über Lateinamerika-Erfahrung, Spanisch- bzw. Portugiesisch-Kenntnisse verfügen. Derzeit umfasst der Verein über 60 eingetragene Mitglieder.

Sein Handlungsfeld sieht der Verein prioritär in der Organisation und Durchführung von öffentlichen entwicklungs- und kulturpolitischen Veranstaltungen mit Lateinamerikabezug im Rahmen der Berliner Bildungsarbeit.

Dazu heißt es in der Vereinssatzung:  „Der Verein setzt sich als offenes Forum für kulturelle, gesellschaftliche, ökologische, wissenschaftliche und entwicklungspolitische Belange Lateinamerikas ein. Diesem Zweck dienen Vorträge, Diskussionsrunden, Konferenzen, Ausstellungen, Konzerte und Veröffentlichungen. Der Verein zielt auf die Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens nach §52 (2) Nr. 13 AO, insbesondere durch die Verbreitung von Kenntnissen über Lateinamerika. Er trägt bei zur Pflege der Kulturbeziehungen zwischen den Ländern Lateinamerikas und Deutschland.“

Die Leitsätze des Lateinamerika-Forum Berlin lassen sich so zusammenfassen:

  • Wir verstehen uns als Stätte der Begegnung. Mit diesem Selbstverständnis haben wir es uns zum Ziel gemacht, Brücken zwischen Berlin und Lateinamerika zu schlagen, um interkulturelle Kommunikation zu ermöglichen und zu fördern. Indem wir Vorurteile und Ausländerfeindlichkeit thematisieren, wollen wir zu mehr Verständnis zwischen den Menschen – insbesondere Europäer*innen und Latin@s – beitragen.
  • Wir informieren und debattieren über aktuelle wie auch historische Themen rund um Lateinamerika. Unser Themenspektrum bietet Raum für Fragen wie „Wohin steuert Lateinamerika?“, aktuelle Ereignisse von besonderer Brisanz, lateinamerikanische Literatur und Kultur, berühmte Frauen sowie Reiseberichte aus Lateinamerika. Zudem geben wir jungen Wissenschaftler*innen die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Forschungsergebnisse. Wir legen großen Wert darauf, dass die Auseinandersetzung mit all diesen Themen in einer Vielfalt an Formaten erfolgt: Podiumsdiskussionen, Filmabende, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen.
  • Wir bieten eine Plattform zum Meinungsaustausch. Unser Anliegen ist die Vermittlung eines differenzierten Bildes von Lateinamerika wie von Berlin/Deutschland. Wir pflegen eine offene, undogmatische kritische Debattenkultur.
Bismarckstr. 101

Bismarckstr. 101, 5. Etage bei SEKIS

Das Lateinamerika-Forum Berlin e.V. fühlt sich den allgemeinen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten und den globalen Nachhaltigkeitszielen („agenda 2030“) verpflichtet. Sie legen die Prinzipien fest, nach denen die Auswahl der Themen und Referenten getroffen wird.

Die Zusammenarbeit mit Partnern genießt bei uns einen hohen Stellenwert. Wir kooperieren sowohl mit zivilgesellschaftlichen als auch mit staatlichen Institutionen und Organisationen. Darunter finden sich Botschaften, Medienkanäle, Ministerien, die Berliner Senatsverwaltungen, Universitäten und Stiftungen. Besonders eng ist unsere Zusammenarbeit mit dem Spanisch-Stammtisch, der gemeinsam mit Papo Yoplack organisiert wird. Durch unsere Mitgliedschaft beim Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag BER sind wir mit der NGO-Szene Berlins vernetzt.

Zur Bestreitung unserer Ausgaben sind wir auf Spenden und Förderungen angewiesen. In bescheidenem Ausmaß wurden die Veranstaltungen des LAF in den letzten Jahren vom BMZ/ Engagement Global, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit LEZ des Berliner Senats/ Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem Katholischen Fonds und der Stiftung Umverteilen! finanziell unterstützt.

Uns freut sehr, dass unsere Veranstaltungsangebote in den letzten Jahren auf ein wachsendes Interesse beim Berliner Publikum stießen. Unser Verteiler umfasst derzeit rund 3.600 Interessenten, die wir über einen newsletter zu unseren Veranstaltungen einladen.