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Chinas wachsender Einfluss in Lateinamerika: Chancen und  Risiken aus lateinamerikanischer Perspektive
LAF-Online-Veranstaltung mit Prof. Dr. Klaus Bodemer (LAF Berlin) und Prof. Dr. Stefan Schmalz (LAI FU Berlin)
Moderation:
Dr. Werner Kamppeter

Chinas rasanter wirtschaftlicher Aufstieg seit der Jahrtausendwende mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 6 und 10% und sein zunehmend selbstbewusstes Auftreten als global agierende Gestaltungsmacht und Sprecher des „globalen Südens“ weckt weltweit große Erwartungen, aber auch Ängste. Seine bisherige Zurückhaltung in der Außenpolitik hat China aufgegeben und eine strategische Umorientierung vorgenommen. Hierfür steht unter anderem das Projekt der sog. „Neuen Seidenstraße“, ein weitgefasstes Netzwerk von Handelswegen zu Land und zu Wasser, die weltweit bislang durch 68 Länder verlaufen, darunter auch Länder Lateinamerikas.

Nicht nur aus lateinamerikanischer Sicht stellen sich damit eine ganze Reihe von Fragen:

– Welche internen und externen Faktoren sind für den spektakulären Aufstieg Chinas verantwortlich?

-Welche außenpolitische, welche außenwirtschaftliche Strategie, welche Interessen und Ziele verfolgt Peking seit Beginn seiner Öffnungspolitik? Welches sind Schwerpunktfelder, strategische Partner und vorrangige Instrumente? Lassen sich im zeitlichen Ablauf Verschiebungen feststellen und welches sind ihre Ursachen?

– Welcher Stellenwert kommt dem Megaprojekt der „Neuen Seidenstraße“ zu?

– Welche Strukturen haben sich in Handel und Finanzen zwischen China und Lateinamerika-Karibik herausgebildet? Welche Rolle spielten für China dabei die Bewahrung und Durchsetzung der Menschenrechte?

Das chinesische Engagement eröffnet den einen große Chancen, andere gehören zu den Verlierern. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es auch Widerstand gibt. Wo regten sich bislang die stärksten Widerstände? Wer gewinnt, wer verliert? Im Fahrwasser von Trump beschimpft die brasilianische Regierung China, seinen Handelspartner Nummer eins. Wie das?

In zahlreichen lateinamerikanischen Ländern hat China bereits die USA als wichtigsten Handelspartner abgelöst. Welche Folgen haben die Süd-Süd-Beziehungen China – Lateinamerika für das Verhältnis der Region zu den USA? Sind diese Beziehungen überwiegend komplementär, konkurrierend oder konfliktiv zu den hemisphärischen Beziehungen oder haben sie gar das Potential, diese auf mittlere Sicht zu ersetzen? Wird Chinas Höhenflug anhalten oder ist der Höhepunkt seines Lateinamerika-Engagements bereits überschritten?

Wir suchen Antworten: Handelt es sich bei Projekten wie der Neuen Seidenstraße um eine Kooperation „auf gleicher Augenhöhe“, wie die chinesische Seite behauptet? Leistet China einen substantiellen Beitrag zur Autonomie-Stärkung und einer tragfähigen Entwicklung der Region? Momentan sieht es nicht danach aus, eher nach neuen Abhängigkeiten, nach Zementierung des tradierten ressourcenbasierten Entwicklungspfades in der Region. Oder gehört diese Einschätzung nur zur alten Mär der Bedrohung des christlichen Abendlandes durch die “Gelbe Gefahr”?

Handelskrieg, Corona, Konsulatsschließungen, Huawei, Tiktok etc., selten waren die Beziehungen zwischen den USA und China so belastet wie heute. Die Welt schaut mit Sorge auf die beiden Länder. Wie wird der Konflikt aus lateinamerikanischer Perspektive wahrgenommen?

Mit Prof. Dr. Klaus Bodemer und Prof. Dr. Stefan Schmalz
Moderation:
Dr. Werner Kamppeter

Die Veranstaltung hatten wir für April 2020 vorgesehen, doch dann kam Corona.

Wir bitten um Anmeldung und freuen uns über Ihre Teilnahme! Technische Hinweise zur Teilnahme mit Zoom finden Sie hier.

Den Zugangslink für Zoom finden Sie hier: https://us02web.zoom.us/j/87399942507?pwd=aDk5dlRlZUQwMXFtS0dQZW8xeEJqZz09
Meeting-ID: 873 9994 2507; Kenncode: 349149

Ortseinwahl suchen: https://us02web.zoom.us/u/kdMmAvZWkp

Beitragsfoto: ©W. Würtele, Terrakotta-Armee in der Moneda (Santiago de Chile)

Zur Vorbereitung empfehlen wir
Heinrich-Böll-Stiftung Dossier zu China und Lateinamerika

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