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Lateinamerika: Was junge Menschen in Zeiten von Corona bewegt. Wie trifft sie die Pandemie? Webinar des LAF auf deutsch

Die Schreckensnachrichten aus Guayaquil, Iquitos, Manaus, Sao Paulo etc. reißen nicht ab. Die Friedhöfe kommen mit dem Beerdigen nicht nach, die Gesundheitsversorgung ist zusammen-gebrochen. Corona ist zur weltweiten Bedrohung geworden, der die Gesellschaften allerdings sehr unterschiedlich trifft: zweifellos sind mehr arme Menschen als reiche betroffen,  Ältere mehr als Jüngere, die Favelas von Rio anders als Neukölln, Indigene besonders. Die Regierungen reagieren hilflos, es fehlt an allem, versuchen aber immerhin den Vorgaben der WHO zu folgen. Einer schert aus.

Richtig, ältere Menschen mit Vorerkrankungen gehören zu den  größten Risikogruppen. Doch sucht die Pandemie (Bolsonaro: gripezinha) alle Altersgruppen heim. Auch junge Menschen, auf die wir unser Augenmerk in diesem für uns erstem Webinar richten wollen in Ländern wie Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Peru, Brasilien … Das Besondere an der Veranstaltung: es berichten LAF-Aktive – ausgehend von ihren Erfahrungen – wie sich durch COVID-19 Leben und Arbeiten ihrer lateinamerikanischen Freund*innen gerade verändert. Hier ein paar Schlüsselfragen:

  • Wie sind unsere Freund*innen und ihr Umfeld von Corona betroffen? Wer am stärksten?
  • Was bewegt junge Menschen jenseits von Corona?
  • Was bedeutet Corona für die (lokale) Wirtschaft und das Arbeitsleben? Was für den sozialen Zusammenhalt?
  • Wie ernst nehmen Regierung und Zivilgesellschaft die Corona-Krise? Was tun sie? Disziplin?
  • Wo zeigen sich die größten Defizite (z. B. Gesundheitssystem)? Wie sind die ergriffenen Maßnahmen zu bewerten? Spielen “Verschwörungstheorien” eine Rolle? Hat die häusliche Gewalt zugenommen?
  • Wie hängt die Corona-Krise mit anderen globalen Bedrohungen und Krisen zusammen (Umwelt, Klima)? Wie mit der verfolgten neoliberalen Wirtschaftspolitik? Wer gewinnt, wer verliert mit der Krise?
  • Was ist aus den verschiedenen sozialen Bewegungen in Chile, Argentinien etc. geworden?
  • Wie könnte Lateinamerika – nach der Krise – 2030 aussehen? Hoffnung auf eine „neue, bessere  Welt“?

Nach ca. 30 Minuten öffnen wir das Podium für Fragen und Beiträge aus dem digitalen Publikum. Die Veranstaltung ist eingebettet in unser Projekt “COVID19 – Mosaico de Voces”. Lassen Sie sich überraschen.

Wir bitten um Ihre anmeldung@lateinamerikaforum-berlin.de.

Hier lesen Sie eine Zusammenfassung der Beiträge

Über diesen link nehmen Sie am 28.5.2020, 19 Uhr, teil https://us02web.zoom.us/j/81114877752

Beitragsfoto Werner Wuertele: Gruppe Jugendlicher feiert im Zentrum von Buenos Aires – VOR der Corona-Krise.

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