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Als Tochter des ersten deutschen Botschafters nach dem 2. Weltkrieg und kurz nach der Revolution kam Juliana Gregor 1952 als Neunjährige nach Bolivien. Sie erlebte eine Zeit, die sie bis heute prägt – und ihre Forschungsneugier bes. für die Zeit  der 30er bis 70er Jahre weckte.

Wie auch in den Nachbarländern war die sog. deutsche Kolonie in Bolivien stramm deutschnational und flog den Nazis zu. In den 30er Jahren kamen plötzlich ganz andere Deutsche nach Bolivien, Juden auf der Flucht vor der Nazi-Verfolgung. Bolivien war sicher nicht ihr Traumland, doch es war eines der letzten Länder, das den Verfolgten Schutz bot. Nach dem Krieg kamen dann über die sog. Rattenlinie deren  Mörder und Peiniger …

Die Referentin hat sie erlebt, Klaus Barbie, den Schlächter von Lyon mit seinen Verbindungen zu US-Geheimdiensten, Hans Ertl, Kameramann von Leni Riefenstahl und Kriegsberichterstatter, Tochter Monika Ertl, die den Mörder von Che Guevara in Hamburg erschossen haben soll.

Das Hauptinteresse richtet die Referentin auf die Lebenswelten dieser verschiedenen Einwanderergruppen. Wie sahen Begegnungen zwischen diesen so unterschiedlichen Deutschen aus? Ihre Nazi-Vergangenheit verdrängt und verleugnet die deutsche Kolonie bis heute.

Frau Dr. Ströbele-Gregor schreibt gerade an einem Buch zum Titel dieser Veranstaltung, bei dem sie ausgehend von ihren “Erinnerungssplittern” die unterschiedlichsten Quellen auswertet.

Seine Teilnahme an der Veranstaltung hat der ehem. Schüler des Colégio Alemán Sucre zugesagt:
Jorge Cárdenas, Botschafter von Bolivien in Deutschland.

Wir bitten zu dieser Veranstaltung um: anmeldung@lateinamerikaforum-berlin.de

Der Eintritt ist frei, Spenden sind hochwillkommen!

 

Beitragsfoto: “Identifiziere Dich mit Deinem Führer grüße ihn so. Hugo Bánzer Suarez, Führer der guten BotschafterBolivianer”. Aufgenommen in La Paz 1974. Erinnerte mich an den Hitlergruss.  Foto (© Würtele

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