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Einladung zu Vortrag und Diskussion mit Didice Godinho Delgado und Achim Wachendorfer

Gewerkschaften haben in der lateinamerikanischen Geschichte in verschiedenen Ländern eine wichtige Rolle gespielt. Dabei nahmen sie unterschiedliche Funktionen wahr. So waren sie in manchen Ländern Vorkämpfer gegen Diktaturen und für demokratische und politische Rechte, in anderen haben sie mit wirtschaftsliberalen und autoritären Regimes kooperiert. Wo stehen lateinamerikanische Gewerkschaften heute? Wie stark, wie schwach, wie authentisch sind sie?

  • Wie positionieren sich Gewerkschaften angesichts des regionalen und globalen Rechtsrucks heute ?
  • Wo spielen sie weiterhin eine zentrale Rolle, wo sind sie nur noch marginal?
  • Wo sind sie, in Allianz mit anderen Akteuren, Träger von sozialen und demokratischen Forderungen? Wo haben sie sich mit dem Status quo arrangiert?
  • Wie gestaltete sich das Verhältnis zwischen progressiven Regierungen und Gewerkschaften?
  • Wie organisieren sie sich auf regionaler und globaler Ebene? Welche Rolle spielt die internationale Solidarität z. B. gegenüber multinationalen Konzernen?

Anhand von zwei Fallbeispielen sollen anschließend herausragende positive Entwicklungen vorgestellt werden: Wie in dem größten lateinamerikanischen Dachverband, der brasilianischen CUT, die Frauen in einem 30 jährigen Kampf die Parität – weltweit ziemlich einmalig – durchsetzen konnten. Und: Wie der uruguayischen Dachverband PIT-CNT durch Einheit, Mobilisierungsfähigkeit und Allianzpolitik, seine Mitgliederschaft verdreifachen und sich zu einem zentralen Akteur entwickeln konnte.

Gab es in den 80ern des vorigen Jahrhunderts einen richtigen Boom an Analysen zu lateinamerikanischen Gewerkschaften, so ist es heute still um sie geworden. Indigene und Landlosenbewegung kommen eher in die Schlagzeilen. Doch: Ist die Gewerkschaftsbewegung in Lateinamerika tatsächlich so unbedeutend, überflüssig oder gar korrupt, wie uns das (manchmal) erscheint? Zweifellos standen lateinanamerikanische Gewerkschaften schon lange nicht mehr so unter Druck – bewirkt durch Wirtschaftskrise und Rechtsruck -, wie derzeit. Es gibt aber auch ermutigende Beispiele … Mehr lesen:

Didice Godinho Delgado. Foto: Roberto Parizotti

Didice Godinho Delgado, Brasilianerin, Sozialarbeiterin. War Gewerkschafterin, sowie Mitbegründerin und erste Leiterin (1987 bis 1993) der Frauenkommission des brasilianischen Dachverbandes CUT. Arbeitete anschließend mit nationalen Gewerkschaften in Brasilien, Uruguay und Argentinien, sowie der Public Service International zum Thema Gender und Gewerkschaften. Diverse Artikel zu Gender und Gewerkschaften in Lateinamerika. Lebt in Berlin.

Achim Wachendorfer

Dr. Achim Wachendorfer. Arbeitete 30 Jahre für die Friedrich-Ebert-Stiftung in Lateinamerika. War für zahlreiche Gewerkschaftsprojekte und -aktivitäten verantwortlich. War Mitglied des globalen Gewerkschaftsteams der FES, sowie Gründer und Leiter des regionalen Gewerkschaftsprojektes für Lateinamerika. Diverse Publikationen und Artikel zu Gewerkschaften in Lateinamerika. Lebt in Berlin.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind hoch willkommen. Bitte um anmeldung@lateinamerikaforum-berlin.de

Beitragsfoto ©Werner Würtele: Teilnehmerin der mächtigen argentinischen Metallarbeitergewerkschaft UOM auf dem Plaza de Mayo in Buenos Aires (am 17.10.1975)

Wir danken der Stiftung Umverteilen! für die freundliche Unterstützung.

https://www.facebook.com/FESLateinamerika/

Didice Godinhos Beitrag zur Veranstaltungim LAF  lesen Sie hier. Didice_Praesentation_LAF

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